Blog kopiert Blogs – woran erinnert das?

Eben läuft folgender Tweet durch meine Timeline

Da kopiert also jemand die Blogbeiträge eines anderen und veröffentlicht diese auf seinem Blog – als Volltext mit Quellenangabe. Irgendwie denke ich da gerade an das #lsr.

Worum geht es? Beklaut wird wishu-blog.net, merkt dies durch Pingbacks und schaut sich mal an was techbloggers.de da macht. Nachzulesen ist das ganze unter TechBloggers klaut den Wishu-Blog und andere Blogs.

Ich schau mir also mal den Blog techbloggers.de an und das erste was auffällt, prominent auf der Linken Seite die Möglichkeit zwischen Deutsch und Englisch zu wechseln. Im Impressum wird die Adresse Wortgenau übersetz. Nur dass Nürnberg im englischen eigentlich zu Nuremberg wird schafft wohl der genutzte Microsoft® Translator nicht.

Als nächstes mal das FAQ angesurft. Also TechBloggers ist ein Newsaggregator in dem von angemeldeten Blogs die Beiträge gebündelt werden. Komisch nur das Wishu-Blog sich nach eigenen Angaben da niemals eingetragen hat.

Abschließend noch mal #lsr. Das Geschäftsmodell erinnert stark an die Motivation für das #lsr, wobei in diesem Fall Artikels vollständig übernommen werden und nicht in Auszügen (Google Vorschau). Spannend ist für mich, wie sieht das den der Gesetzgeber mit seinem #lsr Entwurf wenn es zwei Blogs betrifft?

Zur Erheiterung hier noch kurz das Geschäftsmodell von sixtus für #lsr: Wie man sich mit dem Leistungsschutzrecht eine Google-Melkmaschine baut

[Update 26.06]
Die Seite techbloggers ist offline und auf Wishu Blog gibt es ein abschließendes update.

Advertisements

Die Spinnen die Römer

Früher sagte Obelix:

Die Spinnen die Römer

Heute kann man nur noch den Kopf schütteln wenn man die Zeitung (ob online oder offline) liest. Der Ausruf: „Die Spinnen doch“ bleibt einem im Halse stecken

***

Nach unsrem Verteidigungsminister de Maizière ist es „geübte Staatspraxis“ einen Bundespräsidenten mit dem großen Zapfenstreich zu verabschieden. Somit wird auch Christian Wulff, Bundespräsident a.D. diesen Erhalten.

Nun geübtes Volksverhalten ist darüber weiter den Kopf zu schütteln.

***

Der Spiegel berichtet das Christian Wulff neben dem Ehrensold, auch die weiteren einem ehemaligen Bundespräsidenten zustehenden Vergünstigungen in Anspruch nehmen möchte. Sprich ein Büro in Berlin mit entsprechenden Kräften und ein Auto für den Fahrer. Man muss ja mobil bleiben.

Ja ne isch klar! Bodenhaftung verloren oder wie?

***

Neu in Deutschland: Kennzeichen B.
Wer sich nun fragt, was wie wo? Ganz einfach B wie Blog und es geht die Anpassung des Jugendmedienschutzstaatsvertrag an das Internet. Genauer ein Positionspapier des medienpolitische Expertenkreis der CDU.
Zitieren wir an dieser Stelle mal aus dem Dokument

Das bislang in Deutschland erfolgreiche Prinzip der regulierten Selbstregulierung sollte daher auch auf Blogs und andere Bürgermedien im Netz angewandt werden.

Nun an dieser Stelle kann man sich streiten welche erfolgreichen Prinzipien, in der Medienwelt funktioniert das ja mal nicht (Presserat). Bei der FSK scheinbar besser.

So sollte neben den Kennzeichnungen der Altersstufen 6, 12, 16 und 18 eine weitere Kennzeichnung hinzukommen: „B“ für Blogs. Eltern sollten bei den Jugendschutz- Programmen das Alter ihrer Kinder einstellen und zusätzlich entscheiden können, ob auch Angebote mit der Blogger-Kennzeichnung auf dem Computer ihrer Kinder angezeigt werden dürfen – unabhängig von der eingestellten Altersstufe.

Auf das platformübergreifende funktionierende Filterprogramm für die Eltern bin ich mal gespannt.

Neben der Kennzeichnung F (Facebook), W (wikipedia) fordere ich an der Stelle noch P (Politiker) als Kennzeichnung in Deutschland einzuführen.

***

Das beste kommt zum Schluss: Leistungsschutzrechtes

Eigentlich hat Stefan Niggemeier ja schon alles gesagt:

Als müsste der Busfahrer dem Kirmesbetreiber Geld dafür geben, dass er die Kunden zu ihm bringt.

Uneigentlich Senf ich aber trotzdem mit. Es ist nun ja in Berlin gerade „In“ zu twittern, so auch Peter Altmaier. Wobei er das Medium geschickt nutzt.

#LSR Beschluss der Koalition betrifft die privaten User nicht. Keine Vergütungspflicht für private Nutzung von Presseerzeugnissen im Netz!

Quelle Twitter

Klar es existiert noch kein Gesetzesentwurf, aber ein Beschluss des Koalitionsausschusses und da steht drin:

Gewerbliche Anbieter im Netz, wie Suchmaschinenbetreiber und News-Aggregatoren, sollen künftig für die Verbreitung von Presseerzeugnissen (wie Zeitungsartikel) im Internet ein Entgelt an die Verlage zahlen.

Nun jeder eine Webseite oder Blog betreibt auf der Werbung geschaltet ist, der ist doch ein gewerblicher Anbieter, oder?