Ich bin Kunde

Der Kalte Krieg 2.0 ist ausgebrochen zum Thema Urheberrecht. Streitpunkt sind die angeblichen Forderungen der Piratenpartei nach kostenlosem und freiem Download aller Filme, Bücher, Musik aus dem Internet. Was ja definitiv falsch ist. Egal es wird erstmal Krawall gemacht.

Losgelegt haben 51 Autoren des Tatorts mit einem offenen Brief. Es folgten diverse weitere Offene Briefe und Stellungnahmen. Nun gibt es bereits zwei Webseiten, wo zum einen Wir sind die Urheber und zum anderen Wir sind die Bürger gegenüberstehen.

In der medialen Diskussion stehen gerade die Urheber und das geistige Eigentum im Mittelpunkt. Aber worum geht es eigentlich? Aus Spiegel Online steht ein schöner Artikel „Die fünf größten Irrtümer im Urheberrechtsstreit

Tatsächlich ist die aktuelle Debatte von einigen fundamentalen Missverständnissen geprägt. Die führen dazu, dass die Teilnehmenden allzu oft aneinander vorbeireden

Ich muss es mal klar sagen, es geht um mich, den Konsumenten / Kunden.

Wenn ich mir eine DVD kaufe, darf ich mir zuerst alle Warnhinweise, Belehrungen und Unterstellungen über Raubkopieren ansehen (ohne das ich diese Überspringen kann) – Danke das ich Pauschal als Verbrecher dargestellt werde.

Leihe ich mir eine DVD aus, so bekomme ich von bestimmten Studios diese garnicht in der Videothek.

Ich gehe gerne ins Kino um einen Film gemeinsam mit Freunden anzusehen, zum Glück sind da die Hinweise über das Raubkopieren meist nur kurz eingeblendet. Aber Aktionen wie Vorführer mit Nachtsichtgeräten die Kinogäste zu überwachen, damit ja keiner Mitfilmt – Danke Privater Überwachungsstaat

Das nächste Ärgernis, der Abspielschutz bei Musik CDs (Umgangssprachlich Kopierschutz genannt); oder beim Erwerb der digitalen Version das DRM – Danke das mir vorgeschrieben wird, wie ich Musik zu nutzen habe, die ich erworben habe.

Das Buch, ich liebe ja die Papierform über alles, ich brauche das Erlebnis Lesen mit Papier. Da kann ich ein Buch einfach ausleihen, verleihen oder verschenken. Digital nicht möglich, da brauch ich auch noch entsprechende Drittgeräte damit ich das dann Abends im Bett lesen kann.

Ganz davon abgesehen diese Geschmacklosen Kampagnen der GVU, Überwachung des Internetverkehrs zur Verfolgung von Urheberrechtsverstößen, das Three Strike Modell …

Ich bin Kunde verdammt nochmal, ich bin bereit für Dienstleistungen und Produkte zu zahlen. Ich habe Achtung vor Künstler die tolle Werke erstellen und ich bin bereit für Kunst zu zahlen. Ich bin aber nicht bereit mich als Raubkopierer und Verbrecher bezeichnen zu lassen. Ich finde es eine Unverschämtheit das man versucht alten Geschäftsmodelle mit (Abmahn-)Anwälten Lobbyarbeit durchzudrücken, wo sie längst gescheitert sind. Ich reagiere allergisch auf Versuche mir Vorschreiben zu lassen, wann ich wie z.B. Musik zu konsumieren habe.

Aber als Kunde bin ich ja nicht relevant – Schade, Konsumiere ich einfach weniger

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